Weltwoche-Kaufbefehl
0 Comments Published by senordaffy Oktober 27th, 2005 in Kollegenschelte, Science vs. Junkscience, TagespolitikDer regelmäßige Leser weiß, daß ich die Weltwoche heiß und innig liebe und daher gerne zitiere und empfehle. Auch die aktuelle Ausgabe bietet schon auf den ersten 30 Seiten Grund, den Bahnhofskiosk aufzusuchen:
Von Alain Zucker
«Mist, der Präsident.» Einige werden auch diesen Witz über George W. Bush köstlich finden. Besser, es gäbe mehr, die drei Gründe nennen, warum er gut für alle ist. Hier sind sie: [...]
Im Volltext im Netz lesbar.
Von Urs Gehriger
Der Zentralrechner der Universität Genf wird als eine der weltweit grössten Drehscheiben für islamistische Propaganda benutzt. Bisher unbemerkt. [...]
Auch dieser Krimi ist im Volltext im Netz lesbar.
Von Hanspeter Born
[...]
Das britische Oberhaus behandelt diese Woche ein neues Gesetz, das «Anstiftung zu religiösem Hass» mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestrafen will.
[...]
«Definiert man Hass als intensive Abneigung, was ist denn falsch daran, wenn die Handlungen oder Lehren einer Religion derart empörend, irrational und die Menschenrechte verletzend sind, dass sie intensive Abneigung verdienen?» Das Recht, Ideen zu kritisieren und zu verhöhnen, ist für Atkinson ein Grundrecht. Wichtiger als das Recht darauf, nicht beleidigt zu werden, sei das Recht zu beleidigen.
[...]
Auch diesen Artikel, der wieder mal den richtigen lobt, gibt es gratis im Netz.
Ein Diktator auf Abruf
Von Pierre Heumann
Seit dem Mord an Rafik Hariri hat Präsident Baschar Assad schlechte Karten bei den Westmächten. Und auch bei den eigenen Leuten. Ein weiterer Trumpf für Islamisten?
Für diese höchst lesenswerte Analyse muß man das Heft kaufen – oder gleich ein Abo.
Von Beda M. Stadler
SP-Ständerätin und Swissaid-Präsidentin Simonetta Sommaruga sät ihre einfache Formel «Genfood gleich Gift» in der Welt aus. Hier erntet sie wissenschaftlichen Sturm. [...]
Die volle Packung für Gentechnophobe gibt es hier.
In Afrika sparen
Von Christoph Mörgeli
[...]
In einem öffentlichen Brief fordern 317 Unterzeichnende, die Milliarde dürfe nicht in Afrika gespart werden. Warum nicht in Afrika?Der Mann heisst Paul Kagame, ist Präsident von Ruanda und finanziert vierzig Prozent seines Staatsbudgets mit Hilfsgeldern. Die er gut anzulegen weiss: Nebst seiner Machtkamarilla profitieren auch Mörderbanden im nahen Grenzgebiet zum Kongo, die sich so den Zugang zu den lukrativen Bodenschätzen sichern. Die Regierung von Tansania fliegt heute mit einem 50-Millionen-Jet (viermal so teuer wie die Maschine des Bundesrates) durch die Luft. Mitfinanziert von der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Im Südsudan hat sich die Bevölkerung so stark an die Lebensmittelversorgung durch die Uno gewöhnt, dass viele der lokalen Bauern ihre Felder veröden lassen. Denn selbst in Afrika kann niemand billiger als gratis produzieren. 1997 waren im Niedrigstlohnland Nigeria 137000 Menschen in der Textilindustrie beschäftigt. 2003 noch 57000. Dank Kleiderspenden aus Europa. [...]
Wer wissen will, was das mit den Bilateralen Verträgen der Schweiz mit der EU zu tun hat, kaufe das Heft!
Piep, piep, piiiiiiiep
Von Kurt W. Zimmermann
Erst wenn sich das letzte Schweizer Huhn totgelacht hat, werdet ihr sehen, dass Horrormeldungen ansteckender sind als BSE, Sars und H5N1.
[...] Aufmerksamen Lesern ist nicht entgangen, dass nun in den Zeitungen ein zwingendes Panikelement fehlt. Es fehlt in den Artikeln das übliche Kästchen mit dem Titel: «So schützen Sie sich vor der Vogelgrippe». Das Dumme für die Medienindustrie ist, dass es die Vogelgrippe als Bedrohung der Menschheit bisher nicht gibt. Es gibt sie nicht, und darum kann man sich nicht vor ihr schützen. Die Vogelgrippe ist der Weltuntergang im Konjunktiv.
Dass es der Medienindustrie dennoch gelungen ist, den nicht existierenden Vogelgrippe-Mutanten zum Killervirus hochzustemmen, ist darum eine schöne Leistung. Sie konnte nur gelingen, weil das redaktionelle Machtgefüge tadellos funktionierte. [...]
Und wie genau? Heft kaufen!
«Entfernt den Querbalken»
Von Ernst Kindhauser
Gemäss einer saudischen Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) darf Fussball nur unter folgenden Bedingungen gespielt werden:1 – Das Spiel darf nicht in einem von vier Linien markierten Feld stattfinden.
[...]
11 – Während des Spiels dürfen Jugendliche sich nicht versammeln und zuschauen [...]. Ihr müsst sie zum Mitspielen ermuntern [...]. Oder ruft ihnen zu: «Geht und [...] kämpft gegen die Unmoral auf den Marktplätzen.»
[...]
Die anderen 12 Regeln gibt es in der Dead-Wood-Ausgabe.
Das ist nur das Best-Of der ersten 31 Seiten. Weiter kam ich noch nicht. Es gibt kein richtiges Leben ohne die Weltwoche.
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