Ruhetag. Nachdem ich vorgestern auf Einladung einer befreundeten Jägerette bei “Release the Beast” war und Kirmestechno lauschte und mich an den Uniformen der Promogirls erfreute, verschlug es mich gestern in einen neuen Laden in der Rehov Heshmonaim.
Zum Glück hatte ich mir bereits das ortstypische Nachtlebendanebenbenehmen angeeignet: Eine riesige Menschentraube wartet auf Einlass. Weil ich ziemlich groß bin, bemerkt mich die Selectionnaire sofort und weil ich sie unfreundlich anblaffe, bin ich innerhalb von zehn Sekunden drinnen. Für den Tonfall hätte ich in Deutschland vermutlich ein Hausverbot kassiert, hier entspricht er genau den Spielregeln. Der Rempler, den ich noch auf der Treppe kassiere, hätte daheim wiederum sofort und unweigerlich zu einer Schlägerei führen müssen, ist hier aber keineswegs böse gemeint.
Die Stimmung: Gut. Die Musik: Lustig, aber ein wenig planlos, wechselnd zwischen doofen aber launigen Trancenummern und israelischen Mitgrölklassikern. Vor allem aber grottigst gemischt. Die meisten tauben Menschen würden die Rhythmen treffender übereinander legen als der völlig unmusikalische DJ, denn den Bass kann man spüren. Aber: Seine Freundin war überirdisch schön. Schade eigentlich, dass sie keine Ahnung von Musik hat.
Der Breakfast Club ist wieder mal geschlossen, wie mir Isaak, der Taxifahrer meines Vertrauens berichtete – schade! Wenigstens die “Coffee Bar” ist tatsächlich so gut, wie alle sagen. Hoffentlich komme ich demnächst mal dazu, ein paar Bilder zu machen.
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